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Zeichenerklärung / Kategorien
 
ist/wird EU-Mitglied (Suchwort: union)
nutzt das EURO-Bargeld; vgl. auch Anm. 9 u. 10 (Suchwort: euro)
hat Bologna-Communiqué vom 19. Sept. 2003 unterzeichnet (Suchwort: bologna)
ist an einem EU-Beitritt offiziell interessiert (Suchwort: verhandlungen)

Beachten Sie bitte auch die Anmerkungen am Seitenende.

 

  Staatsname Name of State Beitrittsdatum
u. Anmerkungen
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?BelgienBelgium1952
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?DeutschlandGermany1952
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?FrankreichFrance1952
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?ItalienItaly1952
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?LuxemburgLuxembourg1952
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?NiederlandeThe Netherlands1952
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?DänemarkDenmark1973
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?Großbritannien u. NordirlandUnited Kingdom1973
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?IrlandIreland1973
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?GriechenlandGreece1981
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?PortugalPortugal1986
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?SpanienSpain1986
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?FinnlandFinland1995
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?ÖsterreichAustria1995
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?SchwedenSweden1995
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?EstlandEstonia1. Mai 2004
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?LettlandLatvia1. Mai 2004
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?LitauenLithuania1. Mai 2004
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?MaltaMalta1. Mai 2004
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?PolenPoland1. Mai 2004
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?SlowakeiSlovakia1. Mai 2004
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?SlowenienSlovenia1. Mai 2004
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?TschechienCzech Republic1. Mai 2004
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?UngarnHungary1. Mai 2004
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?ZypernCyprus1. Mai 2004
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?BulgarienBulgaria1.1.2007; Anm. 6
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?RumänienRomania1.1.2007; Anm. 6
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?KroatienCroatia2007-09; Anm. 1, 6
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?TürkeiTurkey2012+; Anm. 3, 5
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?MazedonienMacedonia2012+; Anm. 1, 2
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?SerbienSerbiaAnm. 1, 2, 9, 11
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?MontenegroMontenegroAnm. 1, 2, 9, 11
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?Bosnien-HerzegowinaBosnia and HerzegovinaAnm. 1, 2
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?AlbanienAlbaniaAnm. 1, 2
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?IslandIceland
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?LiechtensteinLiechtenstein
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?NorwegenNorway
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?SchweizSwitzerland
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?AndorraAndorraAnm. 9
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?VatikanstadtHoly SeeAnm. 9
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?GeorgienGeorgiaAnm. 1, 3, 11
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?UkraineUkraineAnm. 1
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?WeißrußlandBelarus
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?RußlandRussiaAnm. 3, 4, 11
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?ArmenienArmeniaAnm. 3, 11
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?AserbaidschanAzerbaijanAnm. 3, 11
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?Färöer InselnFaroe IslandsAnm. 11
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?GibraltarGibraltarAnm. 11
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?MoldawienMoldovaAnm. 1, 11
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?MonacoMonacoAnm. 9
EU-Beitritt geplant?Bologna-SignatarEURO-Land?EU-Mitglied?San MarinoSan MarinoAnm. 9
 
Zu weiteren 22 autonomen und um Autonomie bemühten Regionen vgl. Anm. 11.
Zur weiteren Gültigkeit der Euro-Währung vgl. Anm. 9.

 

Anmerkungen:

(1) Die Begriffe Moldawien und Republik Moldau werden im Deutschen synonym gebraucht; ähnliches gilt für die Republik Mazedonien, die teils noch mit dem Namen des historischen Gebiets Makedonien (vgl. Anm. 2) bezeichnet wird. Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien (kurz: EJRM) gilt neben Bulgarien, Kroatien, Rumänien und der Türkei momentan als fünftes Bewerberland, für einen Beitritt zur EU. Mazedonien hat am 22. März 2004 Antrag auf Mitgliedschaft in der EU gestellt. An einem Beitritt langfristig interessiert sind daneben noch die Ukraine und Georgien .

Danaben wurden Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit verschiedenen Staaten geschlossen. Diese Vereinbarungen dienen vor allem der Erweiterung der Freihandelszone, ein EU-Beitritt muss daraus nicht zwangsläufig resultieren. So wurde nicht nur mit Mazedonien und Kroatien ein entsprechendes Abkommen geschlossen, sondern am 12. Juni 2006 auch mit Albanien als drittem Balkanstaat. Ein EU-Beitritt Albaniens hingegen ist noch nicht im Gespräch. Das Abkommen sieht einen engeren politischen Dialog vor, die Verpflichtung zur Reform von Verwaltung und Justiz sowie zum Kampf gegen Organisiertes Verbrechen und Korruption. Damit einher geht die politische und finanzielle Unterstützung von Seiten Brüssels. Über Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit Serbien und Bosnien-Herzegowina wird noch verhandelt.

(2) Die am 29. Nov. 1943 gegründete Sozialistische Republik Jugoslawien bestand aus den (hier von Nord-West nach Süd-Ost sortierten) sechs Teilrepubliken Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien (bis Juni 2006 im Staatenbund mit Montenegro), Montenegro (bis Juni 2006 im Staatenbund mit Serbien) und Mazedonien. Nach Titos Tod zerfiel zwischen 1991 und 1992 das nach dem 2. Weltkrieg künstlich zusammengefügte Staatengebilde in seine Gliedstaaten.

Im Jahr 1992 bildeten die (Teil-)Republiken Serbien und Montenegro die Bundesrepublik Jugoslawien, welche am 4. Februar 2003 durch den Staatenbund Serbien und Montenegro abgelöst wurde. Seitdem bestand gem. Art. 25 der Verfassung von 2002 sowohl für Serbien als auch für Montenegro die offizielle Möglichkeit, sich vom Staatenbund abzuspalten, wovon die Region Montenegro, die etwa so viele Einwohner wie Stuttgart hat, am Sonntag, 21. Mai 2006, Gebrauch machte. Bei dem Referendum haben sich die Wahlberechtigten zu 55,4 % dafür entschieden, sich von der Union mit Serbien zu lösen. Die von der EU geforderte qualifizierte Mehrheit von 55 % wurde knapp erreicht; demgegenüber fiel jedoch die ausgesprochen hohe Wahlbeteiligung von rund 86 % auf. Am Abend des 3. Juni 2006 und also innerhalb der dafür vorgesehenen Frist von 60 Tagen nach der amtlichen Bekanntgabe des Ergebnisses, hat das Parlament in Podgorica im Rahmen einer feierlichen Sitzung die Unabhängigkeit erklärt. Etwas später, nämlich rund drei Wochen nach dem Referendum, haben auch die EU – daneben Kroatien, Mazedonien und die USA – die staatliche Unabhängigkeit Montenegros offiziell anerkannt.

Das Kosovo (Amselfeld) ist eine unter UN-Verwaltung stehende Provinz Serbiens, deren Völkerrechtsstatus ungeklärt ist (UN-Protektorat seit 1999). Unterstützt wird die Verwaltungsmission der Vereinten Nationen (UNMIK) von der ihr zugehörigen internationalen Friedenstruppe »Kosovo Force« (KFOR). Am Sa, 23. Oktober 2004 fanden im Kosovo die zweiten Parlamentswahlen statt. In der Legislaturperiode dieser Volksvertretung könnte die Entscheidung über den endgültigen Status der Provinz fallen. Besonders seit Anfang 2006 werden intensive Verhandlungen auf internationaler Ebene über die weitere Stellung der serbischen Provinz Kosovo und Metochien geführt.

Auch Albanien hat historische und ethnische Wurzeln in den Gebieten Montenegros, Serbiens, Mazedoniens und Griechenlands.

historisch-ethnische Wurzeln Albaniens

(3) Armenien, Aserbaidschan, Georgien (vgl. Anm. 11) und auch die Türkei (als Gebiete Vorderasiens) sowie der Großteil des heutigen Rußlands (vgl. Anm. 4) werden gemeinhin als Staaten Asiens angesehen. Da aber die Türkei der EU beitreten will (vgl. Anm. 5) und Rußland das Bologna-Communiqué unterzeichnet hat, sind beide vorliegend als Staaten Europas aufgeführt. Durch die Aufnahme der Türkei würde sich außerdem die innereurasische Süd-Grenze bis hin zu den drei west-asiatischen Staaten Syrien, Irak und Iran verschieben. In diesem Sinne ist also Kaukasien – das sind die geographisch zwischen Rußland und der Türkei liegenden Staaten Georgien, Armenien und Aserbaidschan – nicht mehr Asien zuzuordnen. Diese Staaten sind daher hier ebenfalls als Staaten (Ost-)Europas ausgewiesen. Sie bilden mit dem südlich von Wolga und Don liegenden Teil Rußlands die Kaukasus-Region (vgl. Anm. 4 und Anm. 11).

(4) Die Russische Föderation (heutiges Rußland) besteht aus 7 Föderationskreisen (auch Generalgouvernements genannt), die wiederum in 89 Föderationssubjekte untergliedert sind. Der europäische Teil Rußlands reicht bis an das Uralgebirge. An den Osten von Finnland, Estland und Lettland grenzt das Gouvernement Nordwest-Rußland, zu dem auch eine zwischen Polen und Litauen gelegene russische Exklave – die Oblast Kaliningrad (vgl. Anm. 11) mit der Hauptstadt Kaliningrad (also dem preußischen Königsberg) – gehört. An der Ostgrenze von Weißrußland und der Ukraine liegt der Föderationskreis Zentralrußland mit Moskau. Zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer befindet sich das Generalgouvernement Nord-Kaukasus (vgl. Anm. 3). Nördlich von Kasachstans liegt der vierte »europäische« Föderationskreis Wolga.

(5) Ein erster Antrag der Türkei vom Juli 1959 auf Vollmitgliedschaft in der EU wurde abgelehnt. Das Europaparlament sprach sich sodann beim EU-Gipfeltreffen in Brüssel am 17. Dezember 2004 zur umstrittenen Frage aus, ob Beitrittsverhandlungen mit der Türkei nunmehr geführt werden sollen (verbunden mit dem Versprechen einer Vollmitgliedschaft in der EU), oder ob dem Land statt dessen eine privilegierte Partnerschaft angeboten wird. Am 3. Oktober 2005 einigten sich die EU-Staaten nach jahrzehntelangem Ringen beim Außenministertreffen in Luxemburg auf ein gemeinsames Mandat zur Aufnahme der Beitrittsgespräche mit der Türkei. Am 13. Juni 2006 sodann haben die Beitrittsgespräche zwischen der EU und der Türkei begonnen. Zypern hat im Hinblick auf die türkische Besetzung Nordzyperns im Jahr 1974 die Gespräche entgegen seiner Ankündigung nicht blockiert, muss aber auch bei allen noch folgenden 34 Verhandlungsrunden deren Eröffnen und Abschluss zustimmen.

(6) Im Juni 2004 ist Kroatien als offizieller Beitrittskandidat anerkannt worden. Der Rat hat am 13. September 2004 eine Europäische Partnerschaft mit Kroatien beschlossen. In Luxemburg bescheinigte am 3. Oktober 2005 die Chefanklägerin des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag, Carla del Ponte, den kroatischen Behörden, sie würden mit dem Tribunal »vollständig kooperieren«. Damit machte sie den Weg für die Aufnahme von Verhandlungen mit Kroatien über den Beitritt zur EU frei. Noch am 3. Oktober 2005 haben die Mitgliedstaaten die Beitrittsverhandlungen aufgenommen. Besonders in Österreich bestehen große Sympathien für einen EU-Beitritt Kroatiens. Bislang sollte Kroatien voraussichtlich gemeinsam mit Bulgarien und Rumänien im Jahr 2007 oder 2008 in die EU aufgenommen werden.

Seit Oktober 2006 verbindlich ist aber nur der Beitritt von Bulgarien und Rumänien. Dokumente über deren Beitritt zur Europäischen Union können online eingesehen werden. Der Beitrittsvertrag tritt am 1. Januar 2007 in Kraft; der Termin wird also nicht gemäß Art. 4 Abs. 2 des Beitrittsvertrags auf den 1. Januar 2008 verschoben.

(7) Wenn Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Staaten wünschen, so klicken Sie bitte einfach auf den jeweiligen Landesnamen in der obigen Liste.

(8) Kostenloses Kartenmaterial finden Sie im Internet, zum Beispiel bei LetTheNetWork, beim Landkarten-Index, bei Map24, bei Hot-Maps und vor allem auch bei United Nations Environment Programme.

(9) Die Euro-Währung gilt seit dem 1. Januar 1999 als Buchgeld. Am 1. Januar 2002 wurden zudem die Euro-Banknoten und -Münzen in zunächst zwölf Mitgliedstaaten der EU eingeführt. Aufgrund früherer Abkommen ist der Euro seitdem auch in Monaco, San Marino und Vatikanstadt gesetzliche Währung, ohne dass diese Staaten deshalb zur EWWU zählten. Ferner gilt der Euro inoffiziell im Kosovo, in Montenegro sowie in Andorra als Standardwährung. Andorra beabsichtigt schon seit längerem, eigene Euro-Münzen zu prägen, erhält bislang aber keine Erlaubnis der EU. Die eigentliche Eurozone – das ist die sog. Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (kurz EWWU bzw. WWU) – zählt heute 13 EWWU-Staaten. Von Beginn an waren dies die elf Länder, welche durch die Entscheidung des Europäischen Rats der Staats- und Regierungschefs im Mai 1998 zur Währungsunion zugelassen werden konnten und Griechenland, das am 1. Januar 2001 hinzu kam. Als erster Staat der großen EU-Erweiterung des Jahres 2004 wurde Slowenien nach einer Erklärung der Teilnehmer des EU-Gipfels vom Juni 2006 am 1. Januar 2007 das 13. Mitglied des Euro-Clubs. Zugleich hatte Litauen die Inflationskriterien um nur 0,1 Prozentpunkte verfehlt, weshalb es nicht in die EWWU aufgenommen wurde. Weitere Zahlungserleichterungen beim grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr bringt die Single Euro Payments Area (Sepa). Das Europäische Parlament hat der entsprechenden EU-Richtlinie Ende April 2007 zugestimmt und damit den Weg für den einheitlichen europäsichen Zahlungsraum Sepa frei gemacht.

(10) Der Wechselkursmechanismus II bindet den Wechselkurs an den Euro, legt ihn aber nicht fest. Bezahlt wird in eigener Landeswährung (also mit der dänischen, estnischen bzw. slowakischen Krone, dem lettischen Lats, der maltesischen Lira, dem litauischen Litas oder dem Zypern-Pfund). Dänemark nimmt bereits seit dem 1. Januar 1999 am WKM II teil, am 27. Juni 2004 traten ihm Estland und Litauen bei. Sie können seit Mitte 2006 den Euro einführen. Am 29. April 2005 kamen Lettland, Malta und Zypern hinzu und schließlich am 25. November 2005 die Slowakei. Mit Ausnahme von Dänemark und Großbritannien sind alle EU-Länder verpflichtet, den Euro einzuführen. Dazu müssen sie zunächst die spezifischen Kriterien des WKM II erfüllen. Ab wann freilich Bulgarien, das Vereinigte Königreich, Polen, Rumänien, Schweden, Tschechien und Ungarn diesem Währungsraum beitreten werden und wollen, steht noch nicht fest. Die ehemaligen WKM-Mitglieder Griechenland (Beitritt 1. Januar 1999) und Slowenien (Beitritt: 27. Juni 2004) sind bereits Teil der EWWU. Zwischen WKM II und EWWU ist sorgfältig zu differenzieren.

(11) Von den (teil-)autonomen europäischen Regionen werden hier nur die Färöer Inseln und Gibraltar als separate Gebiete Europas aufgeführt. Grönland zählt als autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark. Ebenfalls nicht eigens erwähnt werden die Isle of Man und die Kanalinseln, das Kosovo, welches ein Teil Serbiens ist (vgl. Anm. 1), ferner Åland, Kaliningrad (vgl. Anm. 4) und Athos sowie Transnistrien, das sich von Moldawien trennen möchte. Die folgende Karte zeigt schließlich den westlich des Flusses Ural gelegenen Teil Kasachstans (als äußerstes Ost-Europa) und Bergkarabach, das sich die Unabhängigkeit von Aserbaidschan wünscht, welches sich mit Armenien um diese Bergregion streitet. Nachitschewan hingegen ist eine Exklave Aserbaidschans, die keine Autonomie anstrebt.

Unter den 21 autonomen Republiken Rußlands liegen neun an den Grenzen Europas: die Republik Karelien im Generalgouvernement Nordwest-Rußland (vgl. Anm. 4) grenzt an Finnland, im Nord-Kaukasus (vgl. Anm. 4 und die folgende Karte) liegen (von Nord-West nach Süd-Ost sortiert) Adygien, Karatschai-Tscherkessien, Kabardino-Balkarien, Nordossetien (auch Alanien genannt), Inguschetien, Tschetschenien und Dagestan sowie nördlich davon Kalmykien. Gerade im Kaukasus sind also zahlreiche Autonomie-, Separations- und Sezessionsbestrebungen zu beobachten. So streben auch im Süd-Kaukasus die abtrünnige Abchasische Autonome Republik (Abchasien), ferner Südossetien und Adscharien die Unabhängigkeit von Georgien an.

Kaukasien

Abchasien hat sich im Sommer 1992 für unabhängig erklärt und unterhält seitdem enge Beziehungen zu Rußland. Nach der, vom Europarat als illegal bezeichneten, Präsidentenwahl vom 3. Okt. 2004 hatte die Zentrale Wahlkommission den Kandidaten der Opposition, Sergej Bagapsch, als Wahlsieger erklärt. Der amtierende Präsident Wladislaw Ardsinba wies die Wahl als falsch zurück, und Ministerpräsident Raul Chadschimba reichte beim Obersten Gericht Beschwerde gegen den Beschluß ein. Das Gericht wies die Beschwerde am 28. Okt. zunächst zurück. Unter dem Druck der Anhänger Chadschimbas widerrief es seine erste Entscheidung dann um 3:20 Uhr nachts, bestätigte am Freitag morgen jedoch das Urteil erneut als rechtsgültig. In Georgien hingegen erlangte Michail Saakaschwili am 4. Jan. 2004 in einer von der OSZE beobachteten und gebilligten Wahl mit über 90 % der Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von 83 % das Amt des Präsidenten.

 

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